Klavierakkord-Umkehrungen erklärt

Akkordumkehrungen ermöglichen es Ihnen, denselben Akkord in verschiedenen Positionen auf der Tastatur zu spielen. Umkehrungen zu lernen hilft Ihnen, glattere Akkordübergänge zu spielen und interessantere Basslinien zu erstellen.

Was sind Akkordumkehrungen?

Eine Akkordumkehrung ist einfach eine Neuanordnung der Akkordnoten, sodass eine andere Note als der Grundton im Bass (tiefste Note) liegt. Derselbe Akkord kann in mehreren Positionen gespielt werden, jeweils mit einer anderen Note unten.

Für eine Triade (Drei-Noten-Akkord) gibt es drei mögliche Positionen:

  • Grundstellung — Der Grundton liegt im Bass
  • Erste Umkehrung — Die Terz liegt im Bass
  • Zweite Umkehrung — Die Quinte liegt im Bass

Grundstellung

In der Grundstellung ist der Grundton die tiefste Note. Zum Beispiel wird C-Dur in Grundstellung als C-E-G gespielt, mit C unten. Dies ist die stabilste und häufigste Position.

Auf unseren Akkorddiagrammen zeigt die Grundstellung die Noten vom Grundton aufwärts gestapelt.

Erste Umkehrung

In der ersten Umkehrung wandert die Terz des Akkords in den Bass. Für C-Dur bedeutet das, E-G-C zu spielen (mit E unten). Der Akkord wird als C/E geschrieben (gesprochen "C über E").

Akkorde in erster Umkehrung klingen etwas weniger stabil als in der Grundstellung, sind aber immer noch konsonant. Sie werden häufig verwendet, um fließende Basslinien zu schaffen, die sich schrittweise bewegen.

Zweite Umkehrung

In der zweiten Umkehrung liegt die Quinte des Akkords im Bass. Für C-Dur bedeutet das, G-C-E zu spielen (mit G unten). Der Akkord wird als C/G geschrieben (gesprochen "C über G").

Die zweite Umkehrung ist die am wenigsten stabile Dreiklangsposition und wird oft als Durchgangsakkord statt als Ziel verwendet. Der 6/4-Akkord (zweite Umkehrung) hat spezielle Regeln in der klassischen Harmonie.

Septakkord-Umkehrungen

Septakkorde haben vier mögliche Positionen:

  • Grundstellung — Grundton im Bass (z.B. C-E-G-H)
  • Erste Umkehrung — Terz im Bass (z.B. E-G-H-C), geschrieben Cmaj7/E
  • Zweite Umkehrung — Quinte im Bass (z.B. G-H-C-E), geschrieben Cmaj7/G
  • Dritte Umkehrung — Septime im Bass (z.B. H-C-E-G), geschrieben Cmaj7/H

Warum Umkehrungen lernen?

Umkehrungen zu verstehen ist aus mehreren Gründen wichtig:

Flüssigere Stimmführung

Beim Wechsel zwischen Akkorden ermöglicht die Verwendung von Umkehrungen, die Distanz zu minimieren, die jeder Finger zurücklegt. Anstatt die ganze Hand zu springen, können Sie gemeinsame Töne beibehalten und andere Noten schrittweise bewegen.

Zum Beispiel, beim Übergang von C zu F: anstatt C-E-G zu F-A-C springen zu lassen, probieren Sie C-E-G, das sich zu C-F-A bewegt (erste Umkehrung von F). Das C bleibt gleich, E bewegt sich aufwärts zu F, und G bewegt sich aufwärts zu A.

Bessere Basslinien

Umkehrungen ermöglichen es Ihnen, melodische Basslinien zu schaffen, die sich sanft bewegen. Anstatt dass der Bass herumspringt, kann er sich schrittweise oder in kleinen Intervallen bewegen.

Interessantere Arrangements

Die Verwendung verschiedener Umkehrungen verleiht Ihrem Spiel Abwechslung. Jeden Akkord in Grundstellung zu spielen kann monoton klingen, besonders wenn Sie andere Musiker begleiten.

Slash-Akkord-Notation

Umkehrungen werden mit Slash-Notation geschrieben: der Akkordname gefolgt von der Bassnote. Zum Beispiel:

  • C/E = C-Dur, erste Umkehrung (E im Bass)
  • C/G = C-Dur, zweite Umkehrung (G im Bass)
  • Dm/F = D-Moll, erste Umkehrung (F im Bass)
  • G7/D = G Dominant-7, zweite Umkehrung (D im Bass)

Sehen Sie unseren Notationsleitfaden für mehr zum Lesen von Akkordsymbolen.

Übungstipps

  1. Spielen Sie jeden Akkord in allen Umkehrungen, auf- und abwärts über die Tastatur.
  2. Üben Sie gängige Progressionen mit Umkehrungen für flüssigere Stimmführung.
  3. Versuchen Sie, eine Melodie in der rechten Hand zu spielen, während Sie Umkehrungen in der Begleitung der linken Hand verwenden.
  4. Hören Sie Aufnahmen und identifizieren Sie, wann Umkehrungen verwendet werden.

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